BORNHEIM-MERTEN. Mit 1030 Teilnehmern und 19 Motivwagen bahnte sich der größte Zug seit zehn Jahren seinen Weg durch den Ort.

Schokobons auf Beinen, süße Blumenmädchen, schillernde Einhörner, Köche mit einem riesigen Cupcake auf dem Wagen und Quallen, die es von ihrem Südseewellen-Gefährt Kamelle regnen ließen: Fantasievoll und bunt ging es im Mertener Zoch zu, der den Jecken am Wegesrand zum Abschluss der Fastelovendstage noch mal einen toll anzusehenden Narrenreigen und gut gefüllte Kamellebüggel bescherte.

Mit 1030 Teilnehmern, stolzen 19 Motiv- und zwölf Bagagewagen sowie sechs Musikzügen war es laut Zugleiter Uwe Weiss sogar der größte Mertener Zoch seit zehn Jahren. Das zweite weibliche Dreigestirn, Prinz Agi I., Jungfrau Ruth und Bauer Wilma, war gleich mit zwei Motivwagen dabei, und auch das Ex-Dreigestirn stürzte sich samt wilder Piratenhorde in den jecken Trubel.

Herr eines ganzen Piratenschiffes, von dem er bis kurz vor Zugbeginn noch gar nichts ahnte, war Geburtstagskind Klaus-Dieter Brumbi aus Tannenbusch. Seine Frau Waltraud und rund 25 Freunde und Kollegen hatten den Bonner zu seinem 50. Geburtstag mit der Zugteilnahme überrascht und ihn an Bord des Mottowagens geholt.

Feurig wurde es gleich zu Beginn des Zuges: Lauter kleine und große Flammen von der Mertener Martinus-Schule liefen samt einem Drachen im Gepäck auf: Wie Grundschulleiter Stefan Vaudlet erklärte, hatten die Kinder zuvor einen Namen für den bunten Steindrachen der Schule gesucht und Geschichten dazu geschrieben. Nun hatten sie eine selbstgebastelte Version von ihrem „Martus Flackel“ dabei und stellten mit 240 Teilnehmern auch gleich die größte Gruppe im Zug. Ohnehin, um jecken Nachwuchs brauchen sich die Mertener nicht zu sorgen: Auch bei den Pantomimeclowns der Kita im alten Kloster und einer Gruppe Eskimos samt jungem, Konfetti werfendem Eisbären war so manch kleiner Steppke dabei, der freudestrahlend die Kamelle unters Volk brachte.

 

Als bunte Windräder kamen die rund 60 Mann starken Karnevalsfreunde Merten daher. Aber auch die Margeriten der mit acht Personen kleinsten Teilnehmertruppe „Horst“ waren hübsch anzuschauen. Für einen besonderen Hingucker sorgten gegen Ende des Zochs „De Höppekraade“: In einem selbst gebauten Bus, den sie durch die Straßen rollten, ging die jecke Damenschar auf „Kaffeefahrt“ durchs „Vürjebürch“.